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Sonntag, 26. Juni 2016

Henris Bücherregal - Juni 2016 mit 28 Monaten

Henri hat sehr viele Bücher, die in einem Regal stehen, an das er jederzeit dran kommt. Fast jede Woche kommt ein neues Buch dazu und vor allem abends ist bei uns Lesezeit. Aber oft holt er sich auch ein Buch tagsüber und bringt es mir zum Anschauen und Vorlesen. Über seinem Bett hängt ein weiteres Regal, wo Henri eine kleine Auswahl der aktuell beliebtesten Bücher finden kann. Diese Bücher tausche ich sehr regelmäßig aus und zu diesen Büchern greift er aktuell immer am meisten.
Henri ist jetzt 28 Monate alt und folgende Bücher gehören im Moment zu seinen Lieblingsbüchern.

Ganz großer Favorit ist das Buch "Heule Eule". Ich weiss nicht wie oft ich es schon vorlesen durfte, Henri kann es bereits auswendig mitsprechen, aber immer wieder möchte er es hören und anschauen.
Unheimlich gerne schaut er sich auch das Buch "Heute bin ich" von Mies van Hout an. Das Buch ist in leuchtenden Ölpastellfarben gemalt und auf jeder Seite gibt es einen bunten Fisch zu sehen. Jeder Fisch drückt ein anderes Gefühl aus; mal ist es eine schöne, mal eine verwirrende Stimmung, manchmal eine heftige Empfindung, manchmal eine ganz zarte. Das Bilderbuch nimmt einen mit auf eine Reise durch die Welt der Gefühle. Noch kann Henri mit einigen Gefühlen noch nicht wirklich etwas anfangen, aber er wird angeregt, über verschiedene Gefühle zu reden und sie zu benennen.
Sehr beliebt seit kurzem ist auch der Klassiker "Das Grüffelo", auch wenn ich festgestellt habe, dass Henri Bücher in Reimform nicht ganz so gerne mag wie ohne Reimen, ist er vom Grüffelo fasziniert.
Auch das Buch "Ein neues Häuschen für das Mäuschen" schaut sich Henri im Moment sehr gerne an. Das Buch ist sehr schön illustriert und hinter großen Klappen kann man sich überraschen lassen.
Hoch im Kurs steht nach einem Besuch mit der Kita bei der hiesigen Feuerwehr  das Buch "Die Feuerwehr" aus der "wieso, weshalb, warum-Reihe". Ich denke zu den Büchern mit den vielen Klappen und Erläuterungen muss ich nicht viel sagen.
Besonders gut gefällt Henri und auch mir im Moment das französische Buch "Le Petit déjeuner de la famille Souris". Wir haben es letztes Jahr in unserem Frankreichurlaub gekauft und die Geschichten der kleinen Mäusefamilie sind auch für Erwachsene ganz besonders schön anzuschauen. Die Mäuse backen, sind geschäftig, kochen, erleben Abenteuer, sind mutig und geschickt, tun sich weh, sind müde, sind klein und groß... Man kann zu den Bildern so vieles erzählen. Die Geschichte ist kurz und leicht verständlich und die Zeichnungen einfach nur zauberhaft. Der Autor und Illustrator Kazuo Iwamura, geboren 1939 in Tokio, ist einer der bekanntesten japanischen Bilderbuchkünstler. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet. Die Bücher rund um die Mäusefamilie gibt es auch auf deutsch und sie sind im Moment mein persönlicher Favorit.
Ich bin gespannt welche Bücher sich nächsten Monat in Henris Bücherregal befinden und was ich so alles vorlesen darf.

Samstag, 4. Juni 2016

Kinderkunst - Aufheben oder Wegwerfen?

Ich bin ja immer etwas hin- und hergerissen. Einerseits möchte ich gar nicht so in der Vergangenheit leben und soviel Zeit damit verbringen, Dinge aus der Vergangenheit zu sammeln. Gleichzeitig merke ich aber, wie wichtig es für die Kinder ist, in ihrer Vergangenheit zu stöbern. Fotoalben und alte Zeichnungen und Malereien anschauen, Fragen stellen, Wiedererkennen. Was bin ich für ein Mensch? Wer war ich, wo will ich hin? Was und wie habe ich denn da gemalt? Ich selbst freue mich auch, wenn ich alte Kinderzeichnungen von mir finde, Schnipsel von Briefen oder Tagebucheinträgen. Meine Mutter hat mir vor einiger Zeit eine ganze Mappe mit alten Zeichnungen und Malereien mitgebracht und einen ganzen Nachmittag war ich in diese Mappe versunken und habe mir alles begeistert angeschaut.

Leider ist es aber auch so, dass man gar nicht sooo viel Platz hat um alles aufzuheben. Ich bin ein Mensch, der sich gerne von zu viel Gerümpel trennt. Wegwerfen ist für mich ein Aufatmen, macht Platz für Neues, neue Gedanken und Ideen. Aber bringe ich es auch übers Herz, die Kunstwerke meiner Kinder wegzuwerfen? Henri hat in seinem zarten Alter von noch nicht einmal zwei Jahren schon einiges an Kunst produziert, vor allem seit er seit einigen Wochen in der Kita ist. Voller Stolz hat er die Sachen gemacht und mir ganz stolz präsentiert. Aber die Stapel werden nicht kleiner und so habe ich mich entschlossen, die Werke zu fotografieren, hier zu präsentieren und mich dann von ihnen zu trennen. Einmal im Jahr kann ich dann von den gesammelten Fotos ein Fotobuch kreieren und so bleiben alle Kunstwerke erhalten.
Eine kleine Auswahl der letzten Wochen seht Ihr hier, teilweise von Henri schon ganz alleine gemalt und gebastelt, teilweise natürlich mit Hilfe von uns Erwachsenen:
In den letzten Wochen malt Henri immer öfter. Wenn ich am Schreibtische sitze, bittet er auch "arbeiten" zu dürfen. Wir haben schon vor einigen Monaten einen weiteren Schreibtisch in mein Büro gestellt, so dass sich Henri neben meinen Tisch setzen kann und vor sich hinmalt. Seine Bilder werden immer bunter und er probiert alle möglichen Farben aus, wie Filzstifte, Wassermalfarben, Wachsmaler oder Fingerfarbe. Fingerfarbe wird aber nicht mit den Fingern gemalt, sondern mit einem Pinsel. Henri mag es überhaupt nicht, wenn seine Finger schmutzig werden.

Sonntag, 8. Mai 2016

Kleine Prints - dickes Lieblingsfotobuch




Als Henri im letzten Herbst in die Kita kam, gab es dort zu Anfang gleich eine Hausaufgabe. Wir sollten Henri ein Ich-Buch basteln. Ich wollte ein Fotobuch basteln und bin zufällig auf die Seite von "Kleine Prints" gestoßen. Bei den “Kleinen Prints” handelt es sich um Fotobücher, die dank der wirklich dicken Pappseiten und der Ringbuchbindung auch schon für die ganz Kleinen geeignet sind. Sie halten ganz viel Durchblättern und Anschauen aus.  13 Lieblings-Motive haben im Ich-Buch Platz. Zu jedem Foto gehört eine kurze Beschreibung in extra großen Buchstaben.


 


Auf 26 Seiten kann Henri so nun jederzeit, wenn er Heimweh bekommt seine Lieblingsmenschen, -Tiere und Spielsachen anschauen. Durch die praktische Spiralbindung lässt sich das Fotobuch ganz flach ausbreiten, sodass jede Seite genau angeschaut werden kann. Die Seiten sind gut zu greifen, der Druck ist matt und sieht so ein bisschen Retro aus. Also ganz wunderbar. Henri liebt das Buch, schaut es sich oft mit den anderen Kitakindern an und zeigt ganz stolz seine Lieblinge.



Letzte Woche gab es dann ein neues kleines Buch von den "Kleinen Prints". Ich habe Henri und Maxi ein Geschwisterbuch gebastelt. Henri liebt es, es sich anzuschauen und Maxi würde es im Moment am liebsten ständig aufessen. Hier habe ich auf den Text auf den jeweils linken Seiten verzichtet.





Ich finde eine tolle Erinnerung an das erste halbe Geschwisterjahr mit Henri und Maxi.

Donnerstag, 28. April 2016

Buchvorstellung - Das große Wimmelbuch der Kunst

Heute möchte ich ein ganz besonderes Buch vorstellen, welches ich als ehemals studierte Kunst- und Kulturwissenschaftlerin und heutige Mutter sehr empfehlen möchte. Wimmelbücher an sich sind toll und Henri liebt es, immer wieder seine Wimmelbücher anzuschauen und mit fortschreitendem Alter ist auch sein Zugang zu den Bücher immer ein anderer, was an sich spannend ist zu beobachten.
Das große Wimmelbuch der Kunst ist ein ganz besonderes Wimmelbuch und eröffnet Kindern einen spielerischen Zugang zur Kunst. Auf großen Doppelseiten sind einzelne Epochen der Kunstgeschichte dargestellt und Kinder wie auch Erwachsene erforschen Höhlen, besuchen die alten Griechen und Römer, reisen ins Mittelalter, erleben die bunte Pracht des Ex- und Impressionismus und besuchen das Bauhaus. Unzählige Details und Geschichten sind auf den faszinierenden Wimmelbildern zu entdecken. Selbst nach vielem Anschauen, Durchblättern und Vertiefen in die Seiten, entdeckt man immer wieder Neues. Ich mag auch die Haptik des Buches sehr gerne, die Qualität des Papiers ist sehr gut und es fühlt sich so gut an, dass man immer wieder über die Seiten streicheln will. Das vom Verlag empfohlene Lesealter liegt ab 4 Jahren, Henri ist erst zwei. Sicherlich kann er mit den einzelnen Epochen der Kunstgeschichte noch so gar nichts anfangen, aber darum soll es ja für ihn im Moment auch noch gar nicht gehen. Ihm gefällt es, steinzeitalte Mammuts zu jagen oder Höhlenmalereien zu entziffern. Unglaublich was so ein Zweijähriger alles sieht und ich bin immer wieder neu erstaunt, welche kleinen Details wir Erwachsenen nicht mehr sehen, aber unsere Kleinen und uns darauf aufmerksam machen.
Der Post ist nicht gesponsert, ich finde das Buch auch so einfach klasse.
 







Donnerstag, 7. April 2016

Henris Bücherregal - April 2016 mit 26 Monaten

Mein Mann und ich sind ganz große Leseratten. Überall in unserem Haus gibt es Bücherregale mit Massen an Büchern. Schon als kleines Kind bin ich mit meiner Mutter jede Woche in die örtliche Bücherei und habe durfte mir einen Stapel Bücher aussuchen. Noch jetzt kann ich mich ganz genau an den Geruch in der Bücherei erinnern. Kaum zuhause habe ich mich in mein Bett verkrochen und habe ein Buch nach dem anderen gelesen. Ich würde mir sehr wünschen, wenn unsere Kinder auch zu kleinen Leseratten werden und Henri ist auf dem besten Weg dorthin. Jeden Abend werden seit einigen Wochen ein bis zwei Bücher vorgelesen. Die Monate davor haben wir abends noch nicht vorgelesen, sondern eher tagsüber uns Bücher angeschaut. Henri war am Vorlesen noch nicht wirklich interessiert und das Lesen sah eher so aus, dass ich gefragt habe wo denn dies oder das ist und er mir es gezeigt hat oder ich ihn fragte wie z. B. der Hund oder die Katze heißt.
Henri hat sehr viele Bücher, die in einem Regal stehen, an das er jederzeit dran kommt. Oft holt er sich ein Buch und bringt es mir zum Anschauen. Wir haben aber auch ein Bücherregal, das direkt an seinem Bett hängt, wo er eine kleine Auswahl der aktuell beliebtesten Bücher finden kann. Die Bücher in dem Regal tausche ich regelmäßig aus.
Ganz beliebt sind im Moment die Bücher von Eric Carle, der vor allem durch die Raupe Nimmersatt sehr bekannt ist. Im Moment sind hier vor allem die Bücher über die kleine Spinne und den kleinen Elefanten immer wieder gerne gelesen. Die Bücher sind für einen gerade Zweijährigen spannend, da es viele Wiederholungen mit immer wieder kleinen Abweichungen gibt und die Geschichten auch sehr schön illustriert sind. Henri entdeckt immer wieder neue Einzelheiten, vor allem die Spinne hat es im angetan. Auch wenn wir draußen sind, werden in allen Mauerritzen und Garagen nach Spinnen gesucht.

Ein weiteres sehr beliebtes Buch ist das Buch "Der kleine weiße Fisch", der auf der Suche nach seiner Mama allerlei Meeresgetier entdeckt. Henri spricht begeistert den Text mit und lernt spielerisch die Farben des Regenbogens, bis am Ende der kleine weiße Fisch seine Mama findet.

Dauerbrenner seit einigen Wochen sind die Geschichten über/mit/von Bobo Siebenschläfer. In den Geschichten geht es um die alltäglichen Erlebnisse eines kleinen Siebenschläfers, z.B. beim Frühstück, Einkaufen, Spielplatz, im Zoo usw. Henri liebt Bobo heiß und innig und kann abends gar nicht genug von den Geschichten bekommen. Kaum eine Lebenssituation wird ausgelassen, was vielleicht auch gerade den Reiz für die Kleinen ausmacht. Kurze, leicht verständliche Sätze sind mit reichlich Bildern illustriert und gerade die neuen Bücher sind auch optisch besser als die alten. Für Eltern vielleicht pädagogisch nicht immer wertvoll, aber bei Henri sehr beliebt.

Hoffentlich bleibt Henri weiterhin eine kleine Leseratte, so dass auch wir weiterhin in den Genuss des Vorlesens kommen.

Dienstag, 23. Februar 2016

DIY Parkgarage aus Pappe


 

MiniFlo spielt im Moment am liebsten mit seinen Autos. Er lässt sie auf imaginären Straßen herumfahren und erste Rollenspiele finden statt, z. B. gibt es einen Unfall und die Polizei muss kommen.
Ich liebe Pinterest, da man dort immer neue Inspirationen findet und deshalb kam ich auf die Idee, MiniFlo eine Parkgarage selbst zu bauen. Dort habe ich eine ähnliche Garage gesehen und mit Schuhkarton, Klopapierrollen, buntem Papier, Masking Tape und Heißkleber ist sie recht schnell nachgebaut. MiniFlo hat sich riesig gefreut und spielt nun stundenlang mit seiner neuen Garage.


 



 

Mittwoch, 10. Februar 2016

Das Krokodil

MiniFlo hatte ja letzte Woche Geburtstag und in der Kíta, die MiniFlo seit einigen Monaten besucht, ist es Tradition, dass man dann etwas mitbringt. In den letzten Wochen standen viele Feiern an, Geburtstage, Einstand, Weihnachten, Faschingsfeiern, und so gab es ständig Kuchen und Süßes. Mindestens 2x die Woche brachte der MiniFlo seine Brotzeitdose gefüllt wieder mit nach Hause, da es wieder einmal Kuchen in der Kita gab. Nicht dass ich etwas gegen Süßes und Kuchen habe, aber zu viel sollte es jetzt auch nicht sein und ich merke, dass der MiniFlo deutlich hibbeliger ist, wenn er viel Zucker isst.
Deshalb brachte ich anlässlich des Geburtstages ein Gurkenkrokodil mit. Es ist mindestens genauso schnell gemacht wie ein Kuchen, eigentlich macht es noch weniger Arbeit und es ist eine schöne Alternative zum Süßen. Die Kinder waren auch sehr begeistert und Käse, Trauben und Wienerchen waren ratzfatz aufgegessen. Selbst die Gurke am Schluss fand noch einige Abnehmer.


Montag, 1. Februar 2016

MiniFlo wird heute 2


Mein liebster MiniFlo,

heute ist Dein zweiter Geburtstag. Zwei Jahre bist Du nun heute schon bei uns, zwei Jahre voller Glück, voller Lachen und voller Tränen. Zwei Jahre, ein ganzes Leben. Mir ist, als war es erst gestern, als ich deinen ersten Schrei gehört habe. Ein Moment, den wir wohl nie vergessen werden. Ein Moment, der uns zu einer richtigen Familie gemacht hat. Auch, wenn du uns täglich vor neue Herausforderungen stellst, schaffst du es dennoch, dass wir weiter daran wachsen. Du hast uns zu besseren Menschen gemacht. Ein Leben ohne dich? Nicht mehr vorstellbar.
Im letzten Jahr gab es drei Meilensteine in Deinem Leben: Du hast laufen gelernt, Du hast sprechen gelernt und Du bist großer Bruder geworden. Drei entscheidende Erlebnisse, die Dein jetziges Leben vor allem ausmachen. Durch das Laufen kommst Du nun überall hin und wir kaum hinterher. Mittlerweile kommunizierst Du mit uns wir verstehen Dich fast immer und Zwei- und manchmal auch Dreiwortsätze werden immer mehr. In Deine Rolle als großer Bruder wächst Du gut rein, Du umsorgst Deine kleine Schwester, gibst ihr den Schnuller, ziehst ihr die Spieluhr auf und kuschelst mit ihr ganz allerliebst.
Vor allem wenn Du müde bist, stellst Du uns vor manche Herausforderung, Trotzanfälle sind seit einigen Wochen an der Tagesordnung und einige dicke Tränen werden vergossen, aber schnell huscht wieder erst ein kleines und dann ein großes Lachen über Dein Gesicht. Du bist so neugierig auf unsere Welt und entdeckst sie jeden Tag weiter und es ist so eine Freude, Dir dabei zuzusehen. Mit Dir dürfen wir die Welt neu mit entdecken und was man z. B. auf einer Strecke von nur 100 m alles entdecken und erleben kann, wenn man sich auf Dich und Dein Tempo einlässt, ist wunderschön.
Lieber Henri, wir wünschen Dir alles Liebe zu Deinem zweiten Geburtstag und freuen uns mit Dir Deinen Weg weiter zu gehen. Henri, wir lieben Dich!

Freitag, 1. Januar 2016

Neujahrswünsche meiner Kinder



"Liebe Mama, lieber Papa!

Bitte seid da, einfach da,
mit offenen Augen und Ohren, mit dem Herzen, mit der Stimme, mit Händen und Füßen und Bauch und Brust.
Bitte freut Euch an mir und mit mir über die Welt. Sie ist so groß und wunderbar.

Bitte schenkt mir Zeit:
Zeit mit Euch, damit ich Euch spüren kann.
Zeit allein, damit ich mich selbst entdecken kann.
Zeit zum Ruhen, wenn ich müde bin.
Zeit zum Spielen und Entdecken, wenn ich wach und breit bin.
Und lasst mir Zeit, damit ich mich in meinem Tempo entwickeln kann.

Bitte seid alle für mich da, jede zu ihrer Zeit und jeder auf seine Weise.
Mama und Papa und all die anderen Großen und Kleinen:
Bildet gemeinsam ein Netz, das mich auffängt und gebt mir einen sicheren Platz,
ein Zuhause, von dem aus ich starten kann.

Bitte seid groß, stark, weise und freundlich, auch wenn ich weine, schreie und tobe. Dann brauche ich Eure Wärme ganz besonders.

Ich habe etwas für Euch: mit mir könnt Ihr selbst für Momente staunen, spielen und Euch freuen. Es ist einfach schön, dieses Leben mit Euch!
So kann ich mich wohlfühlen und glücklich sein.
So kann ich wachsen und lernen - mein ganzes Leben lang."

Verfasser unbekannt.

Diesen Brief brachte Henri aus der Kita mit. Wir werden alles dafür tun, dass seine Wünsche, auch für Maxi,  in Erfüllung gehen.
Euch allen wünsche ich auch ein wunderschönes neues Jahr.

Samstag, 19. Dezember 2015

Kinderkunst - Aufheben oder Wegwerfen?

Ich bin ja immer etwas hin- und hergerissen. Einerseits möchte ich gar nicht so in der Vergangenheit leben und soviel Zeit damit verbringen, Dinge aus der Vergangenheit zu sammeln. Gleichzeitig merke ich aber, wie wichtig es für die Kinder ist, in ihrer Vergangenheit zu stöbern. Fotoalben und alte Zeichnungen und Malereien anschauen, Fragen stellen, Wiedererkennen. Was bin ich für ein Mensch? Wer war ich, wo will ich hin? Was und wie habe ich denn da gemalt? Ich selbst freue mich auch, wenn ich alte Kinderzeichnungen von mir finde, Schnipsel von Briefen oder Tagebucheinträgen. Meine Mutter hat mir vor einiger Zeit eine ganze Mappe mit alten Zeichnungen und Malereien mitgebracht und einen ganzen Nachmittag war ich in diese Mappe versunken und habe mir alles begeistert angeschaut.

Leider ist es aber auch so, dass man gar nicht sooo viel Platz hat um alles aufzuheben. Ich bin ein Mensch, der sich gerne von zu viel Gerümpel trennt. Wegwerfen ist für mich ein Aufatmen, macht Platz für Neues, neue Gedanken und Ideen. Aber bringe ich es auch übers Herz, die Kunstwerke meiner Kinder wegzuwerfen? Henri hat in seinem zarten Alter von noch nicht einmal zwei Jahren schon einiges an Kunst produziert, vor allem seit er seit einigen Wochen in der Kita ist. Voller Stolz hat er die Sachen gemacht und mir ganz stolz präsentiert. Aber die Stapel werden nicht kleiner und so habe ich mich heute entschlossen, die Werke zu fotografieren, hier zu präsentieren und mich dann von ihnen zu trennen. Einmal im Jahr kann ich dann von den gesammelten Fotos ein Fotobuch kreieren und so bleiben alle Kunstwerke erhalten.
Eine kleine Auswahl der letzten Wochen seht Ihr hier, teilweise von Henri schon ganz alleine gemalt und gebastelt, teilweise natürlich mit Hilfe von uns Erwachsenen:
Was macht Ihr mit den Kunstwerken Eurer Kinder? Hebt Ihr alles auf?

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Kitakuchen

Der MiniFlo geht seit Mitte September in die Kita. Die ersten Wochen waren wirklich schwierig und ich dachte schon die Eingewöhnung abzubrechen und noch einige Monate zu warten. Viele Stunden saß ich am Anfang dabei, aber irgendwann hieß es, dass wir nun einen Schritt weiter gehen und ich einige Zeit den Raum verlassen soll. Jeden Morgen war der Abschiedsschmerz doch sehr groß, die Tränen liefen nur so über sein Gesicht und er klammerte sich an mich. Doch nach drei Wochen klappte es auf einmal. Ich brachte ihn morgens hin, blieb noch einige Minuten und verabschiedete mich dann. Er beachtete mich fast gar nicht, spielte weiter und frohen Herzens ging ich für zwei Stunden nach Hause. Ab diesem Moment gab es nie wieder Probleme beim Bringen, der MiniFlo liebt mittlerweile die Kita, die Erzieherinnen und seine Freunde.
Letzte Woche habe ich es nun endlich geschafft, MiniFlos Einstand mit einem bunten Kuchen zu feiern. Innen ein Marmorkuchen, außen bunt verziert mit Schokolade und vielen bunten Streuseln. Die Kinder waren alle begeistert.

Sonntag, 10. Mai 2015

Henri im Koffer - 1 Jahr und 3 Monate

Einmal im Monat werde ich von Henri und dem Koffer ein Bild machen und gleichzeitig auch etwas über Henris und unser Leben mit ihm erzählen. Nachdem im letzten Monat das Foto ausgefallen ist, heute nun das aktuellste.

15 Monate bist Du nun alt. Mittlerweile hast Du 8 Zähne, vier oben und vier unten, Zahn 7 und 8 haben sich ohne Probleme auf den Weg gemacht. Mit Deiner Kinderzahnbürste magst Du die Zähne nicht mehr putzen, aber dafür nimmst Du unsere elektrische Zahnbürste. Du darfst vorputzen und wir putzen nochmal gründlich nach. Das klappt sehr gut.
Du bist nun ca. 80 cm groß, wiegst über 11 kg und trägst Schuhgröße 21. Du hast in den letzten Wochen gut zugenommen, was aber auch daran liegen mag, dass Du isst wie ein kleiner Drescher. Du isst eigentlich alles, bevorzugt Wurst und hier besonders Gelbwurst, Weisswürste und Zunge, aber auch gerne Obst, vor allem Himbeeren und Erdbeeren. Du isst sogar Spargel! Gestillt wirst Du auch noch, mittags und abends zum Einschlafen und in der Nacht so ein- bis dreimal. Ganz seltene Nächte schläfst Du durch, aber das ist leider nur so 2x im Monat der Fall, aber die Tendenz wird besser.
Seit 6 Wochen läufst Du frei, erst recht zaghafte wackelige Schritte, aber mittlerweile düst Du nur so durch die Wohnung und den Garten. Letzte Woche hast Du die Enten am Main gejagt und wärst beinahe ins Wasser gelaufen, so schnell konnte ich Dich fast gar nicht einfangen. Bis jetzt sind wir zum Glück (dreimal klopf auf Holz) von schlimmeren Unfällen, dicken Beulen und großen Wunden verschont geblieben. So kann es auch bleiben.
Du kannst schon sehr viele Tierlaute nachmachen, ra-ra ist der Rabe, huhu ist die Taube, Du bellst und hechelst wie ein Hund uvm, Ball, Baum, nein, nein, nein, Geige, Hase, Eule und viele weitere Worte mehr hast Du in deinen Wortschatz aufgenommen und in Deiner Babysprache plauderst Du den ganzen Tag vor dich hin. Ab und zu bis ziemlich oft, wenn irgendwas nicht so klappt, wie Du möchtest, bekommst Du kleine Wutanfälle und schreist in den höchsten Tönen.
Am liebsten spielst Du mit Wasser, da könnest Du stundenlang plantschen. Im Haus mit dem Hundewasser, draußen mit dem Wassereimer im Garten und unten am Main gibt es einen Wasserspielplatz, auf dem Du im Matschesand gerne buddelst.
Jeden Tag entwickelst Du Dich weiter und es macht so viel Spaß Dir dabei zuzusehen.

Sonntag, 8. März 2015

Henri im Koffer - 1 Jahr und 1 Monat

Und ja es geht weiter mit "Henri im Koffer". Einmal im Monat werde ich weiterhin von Henri und dem Koffer ein Bild machen und gleichzeitig auch etwas über Henris und unser Leben mit ihm erzählen.

Dreizehn Monate bist Du nun alt. Du hast immer noch nur sechs Zähne, vier oben und zwei unten, trägst Kleidergröße 80, Schuhgröße 20 und wiegst etwas über 10 kg. Du isst mittlerweile ganz normal am Tisch bei uns mit, am Liebsten Nudeln mit Tomatensoße oder Champignonsoße, Bonbelkäsebrot, Mandarinen aus der Dose, Joghurt und Bananen. Ansonsten bist Du von Obst und Gemüse nicht so begeistert, wenn es nicht wenigstens püriert ist. Du willst immer Deinen eigenen Löffel und Gabel haben und das alleine Essen klappt manchmal auch schon ganz gut. Aber zum Glück gibt es Mozart, der genau aufpasst wenn etwas runterfällt. Du wirst zusätzlich zum Essen zum Einschlafen mittags und abends sowie ein- bis zweimal nachts gestillt.
Du schiebst gerne Stühle durch die Gegend, läufst am Laufwagen, an Wänden und Tischen entlang, aber mit einer Hand willst Du Dich immer noch festhalten. Deine ersten freien Schritte hast Du Mitte Januar gemacht, aber mehr als 5 Schritte frei magst Du noch nicht laufen.
Auf dem Spielplatz probierst Du alles völlig angstfrei aus, krabbelst auf die Rutschbahn hoch und würdest am liebsten alleine runterrutschen. Begeistert wird alles untersucht, jeder Grashalm, jeder Stein und jedes Pflanzenteil wird aufgehoben und genau betrachtet.
Zuhause schaust Du Dir gerne lange Deine vielen Bücher an, trommelst gerne und kuschelst am Liebsten den ganzen Tag mit uns oder mit dem Wauwau. In den Büchern bist Du ganz begeistert von Katzen, Schafen und Bären. Du machst schon ganz viele Tierstimmen nach und wenn Du mähst wie ein Schaf könnte ich Heulen und Lachen gleichzeitig so süß ist das und so sehr geht mir dabei mein stolzes Mamaherz auf. Draußen, wenn wir mit dem Kinderwagen unterwegs sind, deutest Du auf alles und entdeckst ständig etwas neues, aber besonders magst Du Vögel, Bäume und den hohen Kirchturm in Kitzingen. Wenn Du die Raben beobachtest, machst Du "Ra ra". Das Auto ist "to".
Wenn Du etwas möchtest, was wir nicht so gut finden, bekommst Du kleine Wutanfälle und zeigst wie laut Du schreien kannst. Du verbringst immer noch viel Zeit auf unserem Arm und lässt Dich gerne tragen.
Morgens hilfst Du Papa immer beim Kaffeekochen, Du stellst die Tasse unter die Maschine, machst die Klappe auf, steckst die Kapsel in die Öffnung, machst die Klappe zu und drückst auf den Knopf. Dir sind unsere ganzen täglichen Abläufe sehr bewusst und Du hilfst schon bei Tätigkeiten wie Anziehen, Deinen Stuhl abwischen, abends Spielsachen aufräumen, Haare bürsten und Zähneputzen gerne mit.
Seit einigen Tagen bist Du total auf Deinen Papa fixiert, Du weinst wenn er die Wohnung verlässt und runter in die Schule geht. Dann kann noch nicht einmal ich Dich trösten und Du musst erst einmal weinen.
Die Nächte sind mittlerweile ganz gut. Abends um ca. 20 Uhr geht es ins Bett, Papa oder ich begleiten Dich in den Schlaf, was meist so gut eine halbe Stunde dauert. Nachts wirst Du meist ein- bis zweimal wach, einmal stille ich Dich noch nachts und Du schläfst dann aber recht schnell wieder ein. Morgens schläfst Du bist ungefähr 7 Uhr. Vor einigen Tagen waren wir abends das erste Mal beide weg, während Anne, Deine geliebte Tagesmama auf Dich aufgepasst und Dich auch zu Bett gebracht hat. Das hat gut geklappt und wir werden das in Zukunft auch  öfters mal in Anspruch nehmen, auch mal zu Zweit abends wegzugehen.
Täglich lernst Du die Welt immer mehr kennen und es ist uns so eine große Freude, Dir dabei zuzuschauen und Dich begleiten zu dürfen.

Sonntag, 15. Februar 2015

Henri im Koffer - 12 Monate

Ein Jahr ist um!!!! Zwar schon einige Tage drüber, aber die Lichtverhältnisse waren so schlecht, dass ich einfach nicht fotografieren konnte.
Vom kleinen Baby zum Kleinkind hat sich unser MiniFlo entwickelt und das einfach wahnsinnig schnell. Mir kommt es vor, als wäre ich erst vor kurzem im Krankenhaus gelegen und hätte ihn das erste Mal in den Armen liegen. Aber schaut selbst wie groß die Bummelgurke geworden ist.

Mittwoch, 11. Februar 2015

DIY für den MiniFlo - Villa Henri

Auf dem Dachboden lagern unsere alten Umzugskisten und als ich letztens die restliche Weihnachtsdeko verräumte, sah ich den großen Stapel. Dabei erinnerte ich mich, dass meine Mutter meinem Bruder und mir vor vielen, vielen Jahren aus einem alten Karton, in dem ursprünglich ein Fernseher war (und damals waren die Fernseher noch riesig), ein Haus baute. Mit Fenstern, Türen, Gardinen und ganz bunt angemalt.
Henri versteckt sich seit einige Tagen immer gerne unter dem Tisch, unter den Stühlen oder hinter dem Vorhang und so kam mir die Idee, ihm auch ein Kuschelhaus zu bauen. Er liebt es nun, sich in seiner Villa Henri zu verstecken, hinter den Fensterläden Kuckuck zu spielen oder sich einfach nur hinein zu kuscheln. Seine Schleichtiere haben das Haus auch schon besetzt.




Montag, 2. Februar 2015

52 Wochen MiniFlo - ein Jahr MiniFlo




52 Wochen Baby sein:
Lieblingsbeschäftigung: in der neuen Kinderküche spielen
Das mag ich nicht: wenn Mama den Raum verlässt
Das ist neu: - 
Mama- oder Papakind:  Mamakind
Streit über: -
 
 52 Wochen Eltern sein:
MiniFlo feiert seinen ersten Geburtstag: 365 Tage mit Dir. Vor einem Jahr bist Du auf die Welt gekommen und seitdem ist nichts mehr so wie es früher war. Du hast unser Leben komplett verändert. Wir genießen jeden einzelnen Tag mit Dir und trotz vieler schlafloser Nächte, Weinen, Krankheiten, die ersten Zähne (sechs Stück sind schon draußen) entschädigt das alles ein kleines Lachen von Dir. Wenn Du die Ärmchen nach mir ausstreckst, Mama rufst und dich an mich kuschelst wie ein kleines Klammeräffchen, dann schmelze ich dahin vor Glück. Das erste Jahr ist so schnell vorbei gegangen, Du hast Dich so schnell von einem kleinen Säugling zu einem nun Kleinkind entwickelt, das ich froh bin, hier so vieles festgehalten zu haben. Trotzdem werden ich die vielen ersten Male nicht vergessen: Das erste Mal Dich im Arm halten und Dich anschauen dürfen, das erste Mal Stillen und Wickeln, das erste Mal Dich nach Hause bringen, dein erstes Lächeln, das erste Drehen, das erste Mal alleine Sitzen, der erste Brei, der erste Zahn, der erste Schnupfen, das erste Mal frei Stehen, die ersten zwei freien Schritte. Jedes erstes Mal werde ich nie vergessen. Ich freue mich nun auf ein weiteres Jahr mit Dir, das ich Dich weiter in Deinem Leben begleiten darf. Wir werden immer für Dich da sein, Dich beschützen und Dich halten, Henri wir lieben Dich.
 

Sonntag, 25. Januar 2015

50 und 51 Wochen MiniFlo




50 und 51 Wochen Baby sein:
Lieblingsbeschäftigung: Stühle durch das ganze Hotelrestaurant schieben * mit der Kugelbahn spielen
Das mag ich nicht: Wickeln, wenn ich nicht zuhause auf meinem gewohnten Wickeltisch liege, Mama und Papa mussten mich beide festhalten * Husten
Das ist neu: ca. 10 bis 20 Sekunden frei stehen * die ersten 2 freien Schritte * alleine vom Sofa krabbeln und wieder auf das Sofa krabbeln *
Mama- oder Papakind:  Papa hatte ganz viel Zeit für mich
Streit über: wickeln
 
 50 und 51 Wochen Eltern sein:
neue Erkenntnisse: MiniFlo hat seine ersten zwei/drei freien Schritte gemacht und steht auch immer öfters frei, erst wenn er merkt, dass er alleine steht, setzt er sich vor Schreck schnell hin; ich bin so stolz auf ihn, wie der kleine Mann sich jeden Tag mit einer irrsinnigen Geschwindigkeit weiterentwickelt * ein Kinderhotel bietet so manche Annehmlichkeit: wir waren für einige Tage im bayrischen Wald in einem Kinderhotel, ich war erst skeptisch, aber es ist doch wirklich eine Erleichterung kein schlechtes Gewissen haben zu müssen, wenn das Kind mal schreit, das Essen um den ganzen Stuhl herum verteilt oder stundenlang seinem neuen Hobby, dem Stühle durch das Restaurant schieben, nachgeht * keiner interessiert sich dafür, bei allen Familien geht es je nach Alter ähnlich zu * MiniFlo plappert in seiner Babysprache den ganzen Tag so vor sich hin, manchmal versteht man einige Wörter, wenn er etwas will, zeigt er mit dem Finger drauf und wenn er etwas nicht will, schiebt er es mit einer demonstrativen Wegwischhandbewegung weg oder bekommt einen kleinen Schreianfall * er ist wirklich ein kleiner Sonnenschein, geht ganz offen auf andere große und kleine Menschen zu, flirtet mit ihnen und kommuniziert ganz offen * er fremdelt nur, wenn jemand anderes als erstes zu schnell auf ihn zugeht, dann versteckt er sich gerne bei mir
Schreckmoment:   -
Dafür fehlt die Zeit: ein paar Tage Urlaub tun sehr gut
das ist doof: wir sind alle so extrem erkältet: MiniFlo fing mit Bronchitis an, einige Tage konnte unser Immunsystem noch standhalten, aber dann hat es uns auch erwischt und zwar so richtig schlimm
Glücksmoment: die ersten freien Schritte
Nächte/Schlaf: trotz Erkältung sind die Nächte ganz gut, mit ein bis zwei Stillunterbrechungen kann ich ganz gut leben und bekomme ausreichend Schlaf
darauf freuen wir uns: nächsten Sonntag ist ein Jahr rum und MiniFlo feiert seinen ersten Geburtstag

Sonntag, 11. Januar 2015

47, 48 und 49 Wochen MiniFlo


47, 48 und 49 Wochen Baby sein:
Lieblingsbeschäftigung: Bücher anschauen, Becher ineinander stecken
Das mag ich nicht: Wickeln ist ein Drama
Das ist neu: alleine vom Sofa krabbeln * an den Händen laufen * selbstständig mit dem Löffel essen
Mama- oder Papakind:  beide
Streit über: nein, das Hundewasser wird nicht ausgekippt, die Teebeutel bleiben alle in der Teeschachtel, ebenso bleibt dreckiges Geschirr in der Spülmaschine, Stecker werden nicht aus der Steckdose gezogen und wenn Mozart in seinem Hundekorb oder auf seinem Sofa liegt, wird er in Ruhe gelassen, auf dem Wickeltisch bleibt man still liegen und Essen wird nicht in die Haare und sonst wo überall hin geschmiert * ich könnte noch endlos weitermachen, aber bis auf die wirklich wichtigen Dinge wie gefährlicher Strom und Mozarts Ruhebedürfnis darf MiniFlo sich dann doch ausleben
 
47, 48 und 49 Wochen Eltern sein:
neue Erkenntnisse: zu den drei Wörtern Mama, Geige und Wauwau ist ein Viertes gekommen, nämlich Licht, da deutet und schaut er dann zu den Lampen * MiniFlo spielt immer länger alleine, vor allem mit seiner Motorikschleife, seinen Stapelbechern und dem Reinsteckspiel * mit Tagesmutter Anne wird geschmust und gekuschelt, da war ich ja schon ein kleines bisschen eifersüchtig als ich das gesehen habe, auf der anderen Seite ist es natürlich toll, dass die zwei sich so mögen * MiniFlo kuschelt auch mit seinem Teddybären, den hatte ich als Kind schon und Teddy sieht schon sehr abgeliebt aus, aber die neuen Kuscheltiere werden verschmäht * das erste Weihnachten kann noch so gut geplant sein, aber wenn MiniFlo außer Plan mäßig müde ist, dann ist er müde und somit sehr knatschig und der gesamte Plan muss geändert werden * Silvester hat MiniFlo, trotz erheblicher Bedenken meinerseits ob seines leichten Schlafes, einfach mal verschlafen und hier wurde feste geböllert, aber er hat nicht einmal mit der Wimper gezuckt
Schreckmoment:   -
Dafür fehlt die Zeit: im Moment haben wir ein ganz gutes Zeitmanagement
das ist doof: Essen: mal isst er, mal nicht, mal muss es püriert sein, mal darf es nicht zu breiig sein, süß geht fast immer, herzhaft nur selten, im Restaurant wird gut gegessen (Kloß mit Soß` wie es in Franken so heißt), zuhause ist es oft eine Katastrophe, selbst löffeln ist toll, vor allem wenn man den Löffel schön in den Brei haut, dass es nur so spritzt und ich/MiniFlo/Tisch/Stuhl/ Boden und Wand von oben bis unten voll sind, das finde ich aber nicht immer so prickelnd und nicht immer habe ich die Nerven dafür
Glücksmoment: ein Leben ohne MiniFlo ist für mich nicht mehr vorstellbar und eigentlich ist jeder Moment mit ihm und uns als kleine Familie voller Glück
Nächte/Schlaf: seit Silvester sehr gut, er wird nur ca zweimal wach, wird kurz gestillt und schläft dann gleich weiter, von abends ca. 20.30 Uhr bis morgens um halb acht * nur das Einschlafen abends dauert bis 50 Minuten, funktioniert nur bei mir und ich bleibe so lange neben ihm liegen bis er fest schläft
darauf freuen wir uns: am Freitag geht es für 5 Tage in den Bayrischen Wald in ein Kinderhotel (ich bin gespannt, was uns erwartet)

Montag, 5. Januar 2015

Henri im Koffer - elfter Monat

Einmal im Monat werde ich von unserem MiniFlo ein Jahr lang ein Foto im Koffer machen. Heute bereits das vorletzte Mal und dann ist auch schon ein Jahr um. Jeden Tag wenn ich mir Henri anschaue, bin ich immer wieder erneut erstaunt, wie schnell das Jahr vergangen ist und wie sich mein kleines Baby von einem Säugling zu einer kleinen, sehr willensstarken, aktiven, fröhlichen und sonnigen Persönlichkeit entwickelt hat. Ein Leben ohne ihn einfach nicht mehr vorstellbar.



Sonntag, 21. Dezember 2014

44, 45 und 46 Wochen MiniFlo


44, 45 und 46 Wochen Baby sein:
Lieblingsbeschäftigung: in der Badewanne plantschen, ganz neu: Bücher anschauen
Das mag ich nicht: immer noch das MaxiCosi-Kinderwagenreinlegproblem, Wickeln ist derzeit auch nicht toll und Nägeln feilen hasse ich wie die Pest
Das ist neu: Becher ineinander stapeln; Löffel in den Becher stecken und wieder raus; hinter dem Vorhang im Schlafzimmer verstecken und wenn Mama mich sucht, kichern und wieder hervorschauen
Mama- oder Papakind:  beide
Streit über: -
 
44, 45 und 46 Wochen Eltern sein:
neue Erkenntnisse: Brei ist nicht mehr so der Hit, MiniFlo isst mehr und mehr bei uns normal mit, z. B. Butterbrot, Kartoffelbrei mit Sauerkraut, Gänsebraten mit Kloß und Soß, Nudeln mit irgendwas, Rosenkohl, aber sonst ist er nicht so der Gemüsefan, Kuchen und überhaupt Süßes, natürlich alles nicht ganz so gewürzt wie sonst *  er entwickelt sich rasant und man merkt wie er immer mehr mitbekommt und zu einer richtigen kleinen Persönlichkeit wird; dabei ist er freundlich und allem gegenüber sehr aufgeschlossen; man merkt aber auch, dass er immer mehr einen eigenen, sehr starken Willen entwickelt, manchmal erschrecke ich, was für einen starken Willen er so manchmal zeigt * MiniFlo läuft am Lauflernwagen ohne Probleme, stößt er an der Wand an, schiebt er den Wagen zurück und läuft von Vorne wieder los * immer öfter bleibt er ganz kurz frei stehen, z. B. wenn er irgendwo los lässt und sich hinsetzt * wir werden sehr ordentlich, nichts darf am Boden liegen bleiben, MiniFlo findet auch das kleinste Fitzelchen Papier oder den kleinsten Fussel, hebt ihn mit spitzen Fingern auf und steckt alles in den Mund * MiniFlo spricht deutlich drei Worte: Mama, Geige und WauWau; Wau wau sagt er, wenn Mozart z.B.  bellt * MiniFlo liebt es uns seine Spielsachen zu schenken, man muss es ihm dann wieder zurück geben und er schenkt es einem von Neuen; dieses Spiel kann er ewig spielen * wenn ich ihn auffordere mir aus seiner Spielkiste etwas bestimmtes zu geben, holt er das auch raus und gibt es mir´, so versteht er vor allem die Begriffe Auto, Ball und Buch * in seinem Lieblingsbuch blättert er immer zu den richtigen Stellen, wenn ich ihm sage, er soll  mir den Bären, das Auto oder das Haus zeigen * beim Ankleiden hilft er mit und streckt einem Arm oder das richtige Bein entgegen, das aber schon länger * beim Abschied macht MiniFlo Winkewinke, aber klatschen kann er immer noch  nicht
Schreckmoment:  MiniFlo haut sich den Kopf an der Natursteinmauer im Lieblingsrestaurant an, so schnell habe ich noch nie eine Beule wachsen gesehen; es ist gut verheilt, aber die Narbe wird wohl als Erinnerung bleiben
Dafür fehlt die Zeit: Plätzchen backen
das ist doof: der nächste Zahn (Nr. 5) macht MiniFlo zu schaffen
Glücksmoment: wenn ich nach einigen Stunden Büro in die Wohnung zurückkomme und MiniFlo, sobald er mich hört, mir strahlend entgegen krabbelt, die kleinen Arme nach oben reckt, Mama ruft und sich dann erst einmal ganz fest knuddeln lässt
Nächte/Schlaf: sehr unterschiedlich, von nur 2 Mal Wachwerden bis 5 bis 6 Mal ist alles drin, aber der Trend ist zum Positiven
darauf freuen wir uns: das erste Weihnachten mit MiniFlo