Sonntag, 8. März 2015

Henri im Koffer - 1 Jahr und 1 Monat

Und ja es geht weiter mit "Henri im Koffer". Einmal im Monat werde ich weiterhin von Henri und dem Koffer ein Bild machen und gleichzeitig auch etwas über Henris und unser Leben mit ihm erzählen.

Dreizehn Monate bist Du nun alt. Du hast immer noch nur sechs Zähne, vier oben und zwei unten, trägst Kleidergröße 80, Schuhgröße 20 und wiegst etwas über 10 kg. Du isst mittlerweile ganz normal am Tisch bei uns mit, am Liebsten Nudeln mit Tomatensoße oder Champignonsoße, Bonbelkäsebrot, Mandarinen aus der Dose, Joghurt und Bananen. Ansonsten bist Du von Obst und Gemüse nicht so begeistert, wenn es nicht wenigstens püriert ist. Du willst immer Deinen eigenen Löffel und Gabel haben und das alleine Essen klappt manchmal auch schon ganz gut. Aber zum Glück gibt es Mozart, der genau aufpasst wenn etwas runterfällt. Du wirst zusätzlich zum Essen zum Einschlafen mittags und abends sowie ein- bis zweimal nachts gestillt.
Du schiebst gerne Stühle durch die Gegend, läufst am Laufwagen, an Wänden und Tischen entlang, aber mit einer Hand willst Du Dich immer noch festhalten. Deine ersten freien Schritte hast Du Mitte Januar gemacht, aber mehr als 5 Schritte frei magst Du noch nicht laufen.
Auf dem Spielplatz probierst Du alles völlig angstfrei aus, krabbelst auf die Rutschbahn hoch und würdest am liebsten alleine runterrutschen. Begeistert wird alles untersucht, jeder Grashalm, jeder Stein und jedes Pflanzenteil wird aufgehoben und genau betrachtet.
Zuhause schaust Du Dir gerne lange Deine vielen Bücher an, trommelst gerne und kuschelst am Liebsten den ganzen Tag mit uns oder mit dem Wauwau. In den Büchern bist Du ganz begeistert von Katzen, Schafen und Bären. Du machst schon ganz viele Tierstimmen nach und wenn Du mähst wie ein Schaf könnte ich Heulen und Lachen gleichzeitig so süß ist das und so sehr geht mir dabei mein stolzes Mamaherz auf. Draußen, wenn wir mit dem Kinderwagen unterwegs sind, deutest Du auf alles und entdeckst ständig etwas neues, aber besonders magst Du Vögel, Bäume und den hohen Kirchturm in Kitzingen. Wenn Du die Raben beobachtest, machst Du "Ra ra". Das Auto ist "to".
Wenn Du etwas möchtest, was wir nicht so gut finden, bekommst Du kleine Wutanfälle und zeigst wie laut Du schreien kannst. Du verbringst immer noch viel Zeit auf unserem Arm und lässt Dich gerne tragen.
Morgens hilfst Du Papa immer beim Kaffeekochen, Du stellst die Tasse unter die Maschine, machst die Klappe auf, steckst die Kapsel in die Öffnung, machst die Klappe zu und drückst auf den Knopf. Dir sind unsere ganzen täglichen Abläufe sehr bewusst und Du hilfst schon bei Tätigkeiten wie Anziehen, Deinen Stuhl abwischen, abends Spielsachen aufräumen, Haare bürsten und Zähneputzen gerne mit.
Seit einigen Tagen bist Du total auf Deinen Papa fixiert, Du weinst wenn er die Wohnung verlässt und runter in die Schule geht. Dann kann noch nicht einmal ich Dich trösten und Du musst erst einmal weinen.
Die Nächte sind mittlerweile ganz gut. Abends um ca. 20 Uhr geht es ins Bett, Papa oder ich begleiten Dich in den Schlaf, was meist so gut eine halbe Stunde dauert. Nachts wirst Du meist ein- bis zweimal wach, einmal stille ich Dich noch nachts und Du schläfst dann aber recht schnell wieder ein. Morgens schläfst Du bist ungefähr 7 Uhr. Vor einigen Tagen waren wir abends das erste Mal beide weg, während Anne, Deine geliebte Tagesmama auf Dich aufgepasst und Dich auch zu Bett gebracht hat. Das hat gut geklappt und wir werden das in Zukunft auch  öfters mal in Anspruch nehmen, auch mal zu Zweit abends wegzugehen.
Täglich lernst Du die Welt immer mehr kennen und es ist uns so eine große Freude, Dir dabei zuzuschauen und Dich begleiten zu dürfen.

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