Donnerstag, 20. Februar 2014

DIY für den MiniFlo - 1000 Kraniche

Der Kranich ist in Japan ein Symbol für Glück und ein langes Leben. Die Legende um diesen besonderen Vogel ist schon sehr alt. Die Menschen dort glauben, dass Kraniche ihre Sorgen und Nöte auf ihren großen Flügeln davon tragen. Ein anderer Glaube erzählt davon, dass 1000 aus Papier gefaltete Kraniche die Götter dazu veranlassen, dem Bittendem einen Wunsch zu erfüllen. Einen Origami Kranich zu verschenken, ist also eine besonders schöne Geste. Tausend Kraniche sind es zwar nicht, aber ich hoffe trotzdem auf einen sorgenfreies Leben und dass viele Wünsche für den MiniFlo in Erfüllung gehen. Das Kranichmobile war eines der liebevollsten Geschenke zu seiner Geburt.
Im Internet habe ich dazu eine sehr berührende Geschichte gefunden, die ich noch nicht kannte, nämlich die Geschichte von Sadako aus Hiroshima – 1.000 Kraniche für einen Wunsch

Die erneute radioaktive Verseuchung von Fukushima in Japan erinnert in seinen Auswirkungen nicht nur an den atomaren Reaktorunfall von Tschernobyl, sondern wirft gleichzeitig den Atombombenabwurf von Hiroshima 1945 in Erinnerung. Damals waren die Gefahren noch neu für die Menschen, die mit dieser neuen Waffe in Berührung kamen und sorgten mit der Zeit für Krankheiten, die vor diesem Bombenabwurf nicht auftraten. Weit verbreitet und im Volksmund als Hiroshima-Krankheit betitelt, war Leukämie. Eine heimtückische Krankheit, die meist tödlich endete, weil es zur damaligen Zeit noch kaum Möglichkeiten zur Heilung gab.
Das Mädchen Sadako Sasai war zur Zeit des Bombenabwurfs zwei Jahre alt und befand sich in unmittelbarer Nähe zur Abwurfstelle. Wie durch ein Wunder überlebte das Mädchen, konnte nach dem Eintreten der Normalität in Hiroshima wieder zu Schule gehen und war eine begnadete Sportlerin. Mit zwölf Jahren machte sich die Krankheit auch in ihrem Körper breit – Sadako erkrankte an Leukämie. Eine Freundin erzählte ihr von der „Legende der 1000 Kraniche“ und diese gab ihr in dieser schweren Zeit neuen Lebensmut. Sadako wollte gesund werden und wieder Sport treiben und so begann das Mädchen in jeder freien Minute Kraniche zu falten, um sich von den Göttern Gesundheit zu wünschen. Jeder, der sie besuchen kam, faltete mit ihr. Darüber vergaß sie ihren Schmerz und ihre Krankheit, so dass sie wieder fröhlich wurde. Sadako schaffte es 1.000 Kraniche zu falten, verstarb kurz darauf am 25. Oktober 1955 an den Folgen der Leukämie. Ihre Geschichte beeindruckte jedoch tief.
Sadakos Aktionismus hat bei ihren Freunden für viel Aufsehen gesorgt. Eine Gruppe von Kindern aus Sadakos Klasse fing an, Kraniche zu falten und für 20 Yen zu verkaufen, um den Opfern von Hiroshima, zu denen Sadako letztlich auch gehörte, ein Denkmal zu setzten. Viele Menschen aus Japan beteiligten sich an der Aktion, Spendengelder aus mehr als neun Ländern konnten schließlich zusammen getragen werden. Mehr als drei Jahre haben sie gesammelt, dann konnten ein Denkmal für Sadako errichten lassen. Noch heute steht das Denkmal, welches als „Kinder-Friedens-Denkmal“ bezeichnet wird, im Park von Hiroshima und soll als Mahnmal an die schlimmen atomaren Folgen erinnern.
 




Kommentare:

  1. Wenn man gerade ein Kind bekommen hat, wird das Herz weit, sehr weit. Diese Offenheit hast du wohl auch erfahren...
    Wie schön, dass du an diesen Aspekt des Lebens erinnerst, an die Kraniche, an das Miteinanderverbundensein...
    Ganz herzliche Grüße
    Astrid

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  2. Was für eine wunderschöne Geschichte

    Liebste Grüße zu dir :-)

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  3. Das ist eine traurige, aber auch sehr schöne Geschichte. Danke fürs Teilen und alles Liebe für dich und den MiniFlo!

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  4. Ich hab mal von meiner chinesischen Freundin einen solchen Kranich geschenkt bekommen. Ich kann sie leider nicht falten. Deine Kette finde ich wunderschön!
    Liebe Grüße, Sonja

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